AAAAAAAAAH! Ich hab fast ein halbes Jahr lang gar nichts mehr geschrieben und musste erstmal ziemlich lange nachdenken, bis ich mein Passwort wieder wusste! *schäm* Jedenfalls hab ich heute beschlossen, wieder zu bloggen, besonders weil mir die Ereignisse der letzten 2 Monate ziemlich im Magen liegen und mir etwas zu viel werden. Vielleicht stimmt es ja, dass man sich Kummer "von der Seele schreiben" kann. Ich werds mal ausprobieren. Problem: Ich hab keine Lust, dass jeder X-beliebige Mensch meine tiefsten Geheimnisse lesen kann (die ja ach so spannend sind), andererseits ist ein Blog dazu da, gelesen zu werden und wenn ich die Einträge unkenntlich mache, so dass nur ich sie lesen kann brauche ich mir die ganze Textarbeit gar nicht zu machen. Also werde ich meine literarisch wertvollen Texte ein bisschen verschlüsseln... Mit schönen Wörtern wie "BSUNAP" und "VOS 252" "Blockflötenheinz" und "alsven", stimmts, Passi?  
 Naja, ich versuch erstmal zu beschreiben, was im letzten halben Jahr aufregendes in meinem spannenden Leben passiert ist:
Ich bin ungefähr jeden Samstag mit Passi in die Stadt gegangen... entstanden sind schöne Ausdrücke wie "rolling gag" uvm. und eine schöne Philosophie übers Nuttigsein, Typen und die Spezies ihrer Freundinnen, außerdem die glorreiche (!!) Idee ohne Tanzpartner einen Tanzkurs zu machen (was letzten Endes doch gar nicht soooo schlecht war) hehe... So Anfang 2007 kam dann die tolle Hendrik-und-Stefan-Zeit oO aber jetzt sind wir wieder auf dem rechten Weg, smiley, smiley... ;-) Vor ungefähr 3 Wochen hatten wir dann Abschlussball vom Tanzkurs... war sehr lustig und die Leute waren auch hammernett... bis auf MAXIKING!! :-D aber das führe ich jetzt nicht weiter aus, sonst gibts Tote! Ach ja, und ich hab Konrad und Motti so halbwegs erfolgreich vekuppelt... Betonung auf halbwegs, denn NOCH sind sie nicht zusammen, aber was nicht ist kann ja noch werden...

Sehr viel mehr gibts nicht davon zu erzählen, das meiste hab ich verdrängt und vergessen oder es ist einfach zu privat, um es hier ins Netz zu stellen.
Und weil heute mein Glückstag ist, geh ich gleich in die Stadt... mal gucken, ob ich ein paar Leute treffe ;-) und meinen eingepflasterten Daumen nehm ich mit!!
Gruß, Nicole
PS: Ein kleiner Artikel über Emos... seh ich auch so, obwohl ich auch chucks udn Vans trag!
Kirsch-Spange in den Haaren, Vans Slip-Ons an den Füßen, schwarzerPony über einem Auge und Tränen im Gesicht. Das ist Emo. Oder etwanicht? Früher war alles besser. Früher - das ist jetztmittlerweile knapp ein Vierteljahrhundert her. Die Subkulturen wuchsenund wuchsen, doch mit ihnen wuchsen auch die Szene-Streitereien. Somachten sich Homophobie und Chauvinismus in der Hardcore-Szene breit.Wer ein Mann war, dem war es eben in gewissen Kreisen untersagt, zuweinen, homo- bzw. bisexuell zu sein oder eben emotional zu werden.Doch mit diesen Gegebenheiten kamen ebenfalls Leute zusammen, die sichdas nicht gefallen lassen wollten. Und so entwickelte sich das, was wirheute als "Emo" bezeichnen. "Emo", das war früher nur eine Abkürzung für "Emotional Hardcore". Doches steckte mehr dahinter als lediglich ein Musik-Genre. Es entwickeltesich eine Szene, die sich Emanzipation als Minimalkonsens gesetzthatte. Die Lieder dieser Subkultur handelten fast ausschließlich von -wie war es anders zu erwarten - Emotionen. Oftmals hörte man amHöhepunkt eines Liedes eine weinende Person. Doch sind Emotionenbekanntlicherweise nicht nur negativ. Und so musste manselbstverständlicherweise nicht dauerhaft depressiv sein, um in dieserSubkultur zu verkehren. Innerhalb der Emo-Szene entwickelte sich nach und nach ein Kult unterden weiblichen Szene-Mitgliedern, welche sich in Anlehnung an dasUS-amerikanische Aktmodell Betty Page als "Betties" bezeichneten. Siefingen an, sich die Haare schwarz zu färben, übernahmenRockabilly-Symbole, wie beispielsweise Spielwürfel oder Kirschen undkleideten sowie schminkten sich im Allgemeinen düster. Doch wirft man einen Blick in die Gegenwart, ist das Bild ein anderes.Eine wirkliche Szene existiert nicht mehr, Bands bezeichnen sich selbstpraktisch gar nicht mehr selbst als Emo und das Wort "Emo-Kid" istheute eine gängige Beleidigung. Genau wie fast jede andere Subkulturwurde auch Emo kommerzialisiert, ausgenommen und ist so zu einerweiteren Mode verkommen.
 Emoist heute nicht mehr Toleranz, Verständnis, Emanzipation oder gar eineRevolution in den Köpfen. Emo ist heute nichts weiter als Mode,Dauer-Depressivität, My Chemical Romance und Haarschnitt. Eben genaudas, was dabei herauskommt, wenn die Industrie eine Szene missbrauchtund zu dem macht, was kleine, pubertäre Mädchen brauchen. Hört man sichheute neuere Musik von Bands wie AFI, Moneen oder Funeral For A Friendan, so sind diese kaum noch zu vergleichen mit "klassischen" Bands, wiebeispielsweise Rites Of Spring, welche von vielen als die erste"richtige" Emo-Band angesehen werden. Die Parallelen zu heute scheinenversteckt und man kann sie nur erahnen. Die Musik wurde runder, stilvoller, sauberer - eben ganz einfachmassenkompatibler. Und so sieht man heute in fast jeder Stadtmodeorientierte kleine Mädchen und Jungs, die ihre Vans Slip-Ons, ihreKirsch-Haarspangen, ihren "Emo-Cut" und ihre Ringelpullis stolz wieOscar tragen und dabei möglichst miesgelaunt und depressiv wirken. Dasist Emo. Das ist halt Mode. Mehr Bedeutung hat dieses Wort für sienicht. Die Gegenseite geht drauf ein. Menschen, die von diesem "Trend"genervt sind, reduzieren Emo auf ein Klischee, was den Umgang mitdiesem Thema schließlich erheblich leichter macht. Es ist noch garnicht so lange her, dass ich einen Bekannten fragte, ob er wüsste, wasEmo denn überhaupt ist. Er antwortete kalt: "Na diese ganzen psychischgestörten Kinder, die dauernd 'rumheulen und sich die Arme aufritzen." Schade, dass eine so tolle Idee mit einer obendrein so tollen Musik einfach den Bach heruntergeht. Schade drum.

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